Hatchet for the Honeymoon





 - Hatchet for the Honeymoon




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    Product Description

    Koch Media Hatchet for a Honeymoon (neuer Preis ab 04.05.!), USK/FSK: 18+ VÃ-Datum: 18.02.04

  1. Leider nur Trash der unteren Kategorie

    Leider ist dieses Werk Mario Bavas aus den späten sechziger Jahren gründlich in die Hose gegangen und keinesfalls mit früheren Meisterwerken wie “Blutige Seide” oder “Black Sunday” vergleichbar. Keine Spur von den für Bava typischen Beleuchtungs- und Spannungseffekten, vielmehr erwartet den Zuschauer billiges Trash-Kino mit viertklassigen Schauspielern und lächerlichen Schockelementen. Die reichlich dünne Story vermag zu keinem Zeitpunkt zu fesseln, das einzige was man an diesem wirklich schlechten Streifen sehnlichst erwartet ist ein Ende, das nach 84 quälenden Minuten auch endlich eintritt.

  2. bizarres Horror-Juwel

    Mario Bava hat nie einen wirklichen Hit gelandet, erfreut sich aber bei Horror-Fans einer regen Fangemeinde. Wie viele Bava-Filme steht auch “Hatchet for the Honeymoon” dazu, ein B-Picture zu sein. Allerdings - und das ist auch bei Bava eigentlich immer der Fall - ist es hervorragend fotografiert und ausgestattet. Da sieht man über die C-Klasse-Schauspieler, die so natürlich wie Figuren der Augsburger Puppenkliste agieren, hinweg, da schüttelt man gelegentlich den Kopf über die eine oder andere Drehbuch-Wendung, aber man erfreut sich an den Bildern und tollen Athmosphäre. Wer Splatter-Effekte sucht ist allerdings fehl am Platz, denn die mörderischen Aktionen des Hauptdarstellers führen nur zu etwas (extrem knallroten) Kunstblut-Flecken auf dem weißen Brautkleidern der gemeuchelten Damen.
    Fazit: sehr athmosphärisch, tolle Bilder, toller 70er-Soundtrack, sehr bizarr. Anbei ein Beiblatt mit Infos zum Film, sehr informativ, ähnlich wie bei der Hammer-Edition.

  3. Atmosphärischer Bava - Top-DVD!

    Bavas Kino lebt von der Optik. Kameraeinstellungen, Farbspielereien, Ausleuchtung und Schattenmalerei erzählen bisweilen mehr als der eigentliche Film selbt. Wie auch bei Dario Argento, den man in vielerlei Hinsicht einen Schüler Bavas nennen darf, ist man hier mit Sinnsuche auf Plotebene und hohen Erwartungshaltung an die Kohärenz der Spielhandlung fehl am Platze. Kaum ein Bava macht das so deutlich wie HATCHET FOR THE HONEYMOON, den nun die Koch Media in einer erfreulicherweise qualitativ erhabenen Version auf DVD bannte.

    Es geht um John Harrington, den ein ungewöhnlicher Fetisch zum Mörder macht: Erinnerungsfragmente, die er nicht deuten kann, treiben ihn zu brutalen Morden mit dem Hackebeil an Frauen im Brautkleid. Mit jedem Mord entziffert sich das Puzzle mehr. Seine eigene Ehe ist zerrüttet, sein Modehaus für Brautkleidung geht eher schlecht, doch der Reichtum seiner Gattin lässt ihn trotz allem ein luxuriöses Leben führen. Die Polizei ist ihm bereits dicht auf den Fersen, der ermittelnde Kommissar ist bereits längst in sein Leben eingetreten.

    Der Film ist überraschend unblutig und beinahe schon verschwenderisch entspannt inszeniert. Kriminologische Aspekte der Handlung interessieren Bava nicht: Der Mörder steht von Beginn an fest, ob er nun geschnappt wird oder nicht, könnte kaum egaler sein. Nicht das “was” der Handlung ist entscheidend, sondern das “wie”: Und hier entfaltet sich ein wahres Feuerwerk an subtilen optischen Einfällen und Experimenten, die aus Licht, Bildgestaltung, Ausstattung und schlußendlich - in der Tat! - auch aus den hölzernen Darbietungen der B-Darsteller ein hoch-artifizielles Gedicht vor mondäner, alt-europäischer Kulisse vortragen. Gerade aber auch deshalb sei Bava-Neulingen HATCHET FOR THE HONEYMOON nicht als Einstieg in die wundersame Filmwelt des Mario Bava empfohlen: Erst mit etwas Gespür für dessen Konzept für Film entfaltet dieser Film seine wahren Qualitäten und könnte sonst vielleicht vorschnell als langweilig und unspektakulär abgetan werden.

    Vor allem aber alte Bava-Hasen dürfen sich an diesem Film freuen. Die DVD gibt zudem allen grund zum Anlass: Das Bild ist auch im Detail noch ungeheuer scharf und farbbrillant, auch die Kontraste sind ausgewogen und dienen der Optik des Films. Die Tonqualität lässt ebenfalls keine Wünsche offen, auch wenn der deutsche Ton ein wenig steril klingt (aber der O-Ton ist Gottlob ja mit an Bord). Etwas mager vielleicht allein die Extras: Eine kurze Slideshow mit Filmstills und der Originaltrailer erfüllen gerade mal die obligatorischen Basics der Zusatzmaterial-Ecke. Dafür aber liegt der wie immer auch schick gestalteten DVD noch ein Faltblatt mit einem kurzen Text von Uwe Huber bei. Hier gibt es dann noch allerlei Wissenswertes rund um diesen Film zu lesen.

    Fazit: Exquisiter Bava für Kenner und Genießer auf einer Klasse-DVD. Top!


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Tags: HR

Geschrieben in Horror, Movies, Reviews

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